ROBUST: Nutzerorientiertes Erdbebenfrühwarnsystem mit intelligenten Sensorsystemen und digitalen Bauwerksmodellen

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ROBUST

ROBUST: Nutzerorientiertes Erdbebenfrühwarnsystem mit intelligenten Sensorsystemen und digitalen Bauwerksmodellen

01.01.2020 bis 31.12.2022

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Center for Wind and Earthquake Engineering (CWE)
Mies-van-der-Rohe-Str. 1
52074 Aachen

Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme (FOKUS) Berlin, Geschäftsbereich ESPRI
Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, Sektion 2.6: Erdbebengefährdung und dynamische Risiken
Wölfel Engineering GmbH & Co. KG Höchberg

Geoforschung für Nachhaltigkeit (GEO:N)

Frühwarnung vor Naturgefahren

Im Rahmen des Projekts ist die Entwicklung eines disziplinübergreifenden Erdbebenfrüherkennungs- und Reaktionssystems für kritische Infrastrukturen und Anlagen geplant, mit dem die gesamte Prozesskette von der Erdbebenerkennung, über die schnelle Schadensprognose und -erkennung bis hin zu einer zielgruppengerechten Bereitstellung von Informationen über den Schadensumfang nahezu in Echtzeit abgedeckt wird. Nach Entwicklung einer Methodik zur Identifizierung und Aufnahme verteilter kritischer Infrastrukturen sowie zur Optimierung seismischer Sensornetzwerke soll die Verdichtung eines bestehenden seismischen Netzwerkes für Fallbeispiele in der Niederrheinischen Bucht erfolgen. Weiterhin ist die Entwicklung dezentraler intelligenter Sensoren zur Ereigniserkennung beabsichtigt. Auch die Verbesserung von Methoden zur Risikoanalyse und Zustandserfassung sowie zum Monitoring und zur Schadensbegrenzung auf Grundlage digitaler Bauwerksmodelle (BIM) gehört zu den geplanten Aufgaben. Die genannten Entwicklungen sollen exemplarisch in Form zweier Monitoringsysteme am Beispiel eines Brückenbauwerkes und einer Industrieanlage realisiert werden. Außerdem ist geplant, die neu entwickelte dezentrale Sensorarchitektur zur Bereitstellung von nutzerorientierten Daten zu verwenden, in das Warn- und Informationssystem KATWARN einzubinden und prototypisch auf die Fallbeispiele in der Niederrheinischen Bucht anzuwenden. Im Ergebnis soll ein flexibles und nutzerorientiertes Erdbebenfrühwarn- und Reaktionssystem durch Erweiterung bestehender Sensornetze und Nutzung vorhandener Informationssysteme vorliegen. Auch ein verbessertes Bauwerksmanagement durch Kopplung digitaler Bauwerksmodelle und Schadensanalysen wird in Aussicht gestellt.